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Wie finde ich die passende Biografin, um meine Biografie schreiben zu lassen?

Notizbock, Stift und Kaffee mit Herzmotiv im Milchschaum als Symbol für die einfühlsame Arbeit einer Biografin

Um diese Frage zu beantworten, gibt es verschiedene Herangehensweisen. Man kann sich natürlich ausschließlich auf die harten Fakten konzentrieren: Welche Expertise hat die Biografin? Was kostet eine Biografie bei ihr? Wie schnell arbeitet sie?

Das sind alles berechtigte Fragen, die auch in die Entscheidung einfließen sollten. Doch ich persönlich empfehle, vor allem darauf zu achten, ob die Chemie stimmt und sie dich als Menschen sieht und versteht.


Die Arbeit an einer Biografie ist enorm sensibel.

Du wirst aller Wahrscheinlichkeit nach nicht nur Glanzzeiten erlebt haben. Nein. Du wirst auch schwierige Phasen hinter dir haben. Zweifel, Trauer, vielleicht auch Scham. Alles Gefühle, mit denen sich die meisten nicht leichttun. In zahlreichen Interviews, die ich bereits geführt habe, sind Tränen geflossen. Ich finde das immer sehr gut, denn meist löst sich dann etwas. Emotionen, die entweder in das Buch fließen dürfen oder einfach nur mal raus wollen. Aber um dich so zu öffnen, musst du das Gefühl haben, dass du bei so viel Verletzlichkeit nicht erneut verletzt wirst, sondern liebevoll und wohlwollend aufgefangen wirst.

Daher ist es unbedingt notwendig, dass du dich bei deiner Biografin zu 100 % wohlfühlst und respektvoll sowie feinfühlig behandelt wirst.


Kann sie zuhören?

Eine gute Biografin muss vor allem eines können: zuhören. Und das merkst du schon im ersten Kennenlerngespräch. Redet sie nur von sich selbst, oder stellt sie viele Fragen an dich? Sind es die richtigen Fragen? Bringen sie dich zum Nachdenken? Gehen sie wirklich in die Tiefe? Holen sie Verborgenes oder Verdrängtes wieder ans Licht? Solche Fragen entstehen nur, wenn die Biografin feinfühlig ist und spürt, dass da noch etwas ist.

Manchmal hat man beim ersten Gespräch ein gutes Gefühl und stellt erst beim zweiten oder dritten Interviewtermin fest, dass es doch nicht passt. Weil die Chemie nicht stimmt oder die Fragen nicht wirklich berühren. Sei in diesem Prozess ehrlich mit dir selbst und nimm dir die Freiheit, auch dann noch vom Projekt zurückzutreten.


Unbedingt: ein fairer Vertrag.

Und damit sind wir wieder bei den harten Fakten. Gehe kein Biografieprojekt ohne einen soliden Vertrag ein, der dir auch ermöglicht, auszusteigen. Natürlich müssen die bis dahin erbrachten Leistungen bezahlt werden, aber lieber am Anfang für die ersten Stunden zahlen, als am Ende eine Biografie zu haben, die weder zu dir passt noch dich glücklich macht.


Die Textprobe: Erkennst du dich wieder?

Damit deine Biografie dich wirklich widerspiegelt, ist es nicht nur wichtig, dass die richtigen Fragen gestellt werden, sondern dass deine Antworten auch passend wiedergegeben werden. Bitte daher zu Beginn der Zusammenarbeit um eine Textprobe aus deinem ersten Interview. Natürlich hat jede Biografin ihren eigenen Schreibstil, dennoch sollte sie diesen an dich anpassen können, so dass du dich darin wiederfindest. Bist du eher der lockere Typ, passt kein Text, der nur so von gestelzten Fremdwörtern wimmelt. Und umgekehrt.


Und ja, es ist auch eine Geldfrage.

Auch wenn ich zu Beginn geschrieben habe, dass du nicht ausschließlich nach den harten Fakten entscheiden solltest, ist es natürlich auch eine Geldfrage. Gerade in Zeiten, in denen alles teurer wird, ist es völlig verständlich, dass man genau überlegt, wofür man sein Geld ausgibt.

Dennoch möchte ich eines klarstellen: Das Schreiben einer Biografie geht nicht mal eben nebenbei. Es braucht sehr viel Zeit. Es gibt Biografinnen, die das im Interview Gesagte einfach durch ein Tool transkribieren lassen und hier und da ein Wort ändern. Das geht schnell. Eine wirkliche Biografin jedoch schreibt alles eigenständig auf, bringt das Gesprochene in einen flüssigen Text, stellt die Struktur um, feilt, ändert, löscht, schreibt neu, liest, hört nochmal hin, nimmt deine Geschichte ernst und lässt neben ihrem handwerklichen Können auch ganz viel Herzblut hineinfließen. All das ist dann auch seinen Preis wert.


Wo findet man Biografinnen überhaupt?

Klar, Google ist immer ein guter Ausgangspunkt. Über die klassische Suche findest du eine Reihe von Biografinnen, auch in deiner Nähe. Die meisten haben eine eigene Website, auf der du dich schon mal informieren kannst, wie sie arbeitet, was es kostet und vieles mehr.

Viele Biografinnen haben keine oder nur wenige Referenzen auf ihrer Website. Das liegt nicht unbedingt daran, dass sie keine haben, sondern oft daran, dass sie überwiegend Privatbiografien schreiben, die nicht veröffentlicht werden sollen, oder als Ghostwriterin tätig sind und ohne Namensnennung arbeiten. Lass dich davon also bitte nicht abschrecken. Im persönlichen Gespräch kannst du diesen Punkt ansprechen und bekommst sicherlich eine ehrliche Antwort.

Und noch etwas: Eine Biografie ist etwas sehr Persönliches. Referenzen können dir zeigen, dass jemand handwerklich gut schreibt, aber nicht, ob sie sich wirklich auf deine Geschichte, deine Welt und deine Art zu erzählen einlassen kann. Das erfährst du nur im persönlichen Gespräch.

Hat die Biografin ein Social-Media-Profil, lohnt sich auch ein Blick dorthin. Oft gibt es dort Einblicke hinter die Kulissen, die dir einen persönlicheren Eindruck vermitteln.

Ich persönlich bin Mitglied im Biographiezentrum, einer Vereinigung deutschsprachiger Biografinnen und Biografen. Dort sind Mitglieder gelistet, die alle einem gewissen Qualitätsstandard entsprechen. Eine gute Anlaufstelle, wenn du auf der Suche nach einer seriösen Biografin bist, die deine Lebensgeschichte professionell aufschreiben kann.


Du möchtest deine Lebensgeschichte aufschreiben lassen?

Dann lass uns sprechen. Ob du deine Lebensgeschichte aufschreiben lassen möchtest oder ein konkretes Buchprojekt im Kopf hast, ich begleite dich mit viel Feingefühl, echtem Interesse und dem Handwerk, das deine Geschichte verdient.

 
 
 

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