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Wie läuft der Prozess einer Biografie ab?



Wenn du darüber nachdenkst, deine Lebensgeschichte aufschreiben zu lassen, ist eine der ersten Fragen, die sich stellt: Wie läuft das eigentlich ab? Was erwartet mich, was muss ich selbst einbringen, und wie lange dauert das alles? Diese Fragen sind berechtigt, und ich beantworte sie gerne, Schritt für Schritt, damit du genau weißt, worauf du dich einlässt.


Wie lange dauert eine Biografie?

Ein kurzer Überblick vorab, damit du eine erste Orientierung hast. Vom ersten Kennenlernen bis zum fertigen Manuskript dauert der Prozess bei einer Biografie mit rund 100 Seiten in der Regel vier bis sechs Monate. Für die Gesprächsphase solltest du selbst etwa 20 Stunden einplanen, verteilt auf mehrere Termine. Hinzu kommen drei bis vier Wochen, in denen du den fertigen Text liest, auf dich wirken lässt und deine Anmerkungen einträgst. Der Rest liegt in meinen Händen.


Das Kennenlernen: Bevor es losgeht

Bei mir beginnt der Prozess noch vor dem eigentlichen Auftrag. Beim Kennenlernen. Dieses erste Gespräch ist für mich ein essenzieller Schritt und nicht nur ein nettes Beiwerk. Hier spüren wir beide, ob die Chemie stimmt und ob wir miteinander arbeiten können und wollen.

Ich nehme diesen Moment sehr ernst. Und ich sage es auch ganz offen: Wenn ich nicht zu 100 % das Gefühl habe, dass es passt, nehme ich den Auftrag nicht an. Nicht weil ich wählerisch bin, sondern weil eine Biografie von Vertrauen und Tiefe lebt. Diese Tiefe kann mir nur jemand zeigen, der sich wirklich wohlfühlt. Manche meiner Kundinnen haben mir gesagt, dass es sich für sie teilweise fast wie Therapie anfühlt. Das funktioniert aber nur, wenn ein echtes Fundament aus Vertrauen und Wohlgefühl da ist.


Der Vertrag: Sicherheit für beide Seiten

Sobald wir beide wissen, dass wir zusammenarbeiten möchten, erstelle ich einen Vertrag. Klingt trocken, ist aber wichtig, und zwar für beide Seiten.

Vor allem das Thema Rechte wird darin klar geregelt: Bei wem liegen die Rechte am Text, in welchem Umfang und für wie lange? Das klingt nach Kleingedrucktem, ist aber ein Punkt, der in der Biografiebranche immer wieder zu Missverständnissen und im schlimmsten Fall auch zu rechtlichem Ärger führt. Daher halte ich das lieber von Anfang an schriftlich und eindeutig fest.

Außerdem ist im Vertrag festgehalten, welche Leistungen im vereinbarten Preis enthalten sind und welche nicht, so dass es am Ende keine bösen Überraschungen gibt. Und noch etwas Wichtiges: Sollte es trotz eines positiven Kennenlernens während des Projekts aus irgendwelchen Gründen nicht mehr passen und du zurücktreten wollen, ist auch das möglich und vertraglich abgesichert. Lieber ein klarer Schnitt am Anfang als am Ende eine Biografie, die nicht zu dir passt.

Erst wenn alles geregelt ist, die Unterschriften gesetzt und die Anzahlung getätigt, beginnt die eigentliche Arbeit.


Die Interviewphase: Deine Geschichte, dein Tempo

Jetzt wird es lebendig. Am liebsten treffe ich mich persönlich mit meinen Kundinnen und Kunden, sei es bei ihnen zu Hause, in einem ruhigen Café oder bei einem ausgedehnten Spaziergang. Natürlich ist auch ein Videocall möglich, wenn die Distanz das erfordert.

Und dann lehne ich mich zurück und höre zu.

Selbstverständlich stelle ich Fragen, doch meist sprudelt es nach den ersten Minuten ganz von selbst heraus. Ich lasse erst einmal alles fließen und schränke so wenig wie möglich ein. Damit ich mich voll und ganz auf das Gespräch einlassen kann, nehme ich jedes Interview auf, so muss ich keine Notizen machen und bin wirklich ganz bei dir.

Plane für die Gesprächsphase rund 20 Stunden ein, verteilt auf mehrere Termine nach deinem Rhythmus. Reden ist anstrengend, vor allem wenn man konzentriert zurückdenkt und vielleicht auch emotional forderndes Terrain betritt: Alte Erlebnisse wieder hervorzuholen, schwierige Phasen zu berühren, Verdrängtes noch einmal zu durchleben. Ich achte daher sehr darauf, dass es dir gut geht. Lieber mehrere kürzere Gespräche als eines, das dich erschöpft.

Im Lauf dieser Gespräche ergibt sich oft auch, welche anderen Personen zu Wort kommen sollen: Freunde, Familienangehörige, Wegbegleiter.


Struktur und Textprobe: Erkennst du dich wieder?

Wenn der Grundstock an Interviews geführt ist, erarbeite ich eine erste Grobstruktur des Buches. Und damit du weißt, was dich erwartet: Nur selten ist eine Biografie streng chronologisch aufgebaut. Oft trägt eine andere Dramaturgie die Geschichte viel wirkungsvoller.

Dazu entsteht eine erste Textprobe, die dir zeigt, in welchem Stil ich deine Geschichte erzähle. Denn es ist deine Geschichte und sie soll sich auch wie deine anfühlen. Wenn du ein lockerer, herzlicher Mensch bist, passt kein Text, der nach Lexikon klingt. Und umgekehrt genauso. Erst wenn Struktur und Textprobe passen und du dich darin wiedererkennst, geht es weiter.


Die Schreibphase: Jetzt entsteht dein Buch

Zu Beginn darfst du dich erst einmal zurücklehnen. Die Schreibarbeit übernehme ich. Je nachdem, was wir vorab besprochen haben, erstelle ich entweder zunächst einen vollständigen Entwurf oder schicke dir bereits früher die ersten 50 oder 100 Seiten zur Abstimmung. Das gestalten wir ganz individuell.

Zwischendurch werde ich mich hier und da melden, wenn noch etwas offen ist. Wenn du Fotos, Videos oder andere Materialien hast, freue ich mich sehr darüber. Je mehr Eindrücke ich habe, desto lebendiger und konkreter kann ich schreiben, so dass der Leser sich wirklich in deine Geschichte hineinversetzen kann.


Feedback und Feinschliff: Deine Anmerkungen zählen

Ist ein Textentwurf fertig, bist du an der Reihe. Plane dafür ruhig drei bis vier Wochen ein. Du bekommst ausreichend Zeit, den Text zu lesen, ihn wirken zu lassen, noch einmal zu lesen, vielleicht auch andere lesen zu lassen und all deine Kommentare und Anmerkungen zu sammeln. Bitte nimm dir diese Zeit wirklich. So viele Seiten zu verarbeiten geht nicht von heute auf morgen, und das soll es auch nicht.

Sobald ich das kommentierte Dokument zurückbekomme, arbeite ich alles sorgfältig ein: ergänze, streiche, verändere, bis alles stimmt und du dich vollständig in deinem Buch wiederfindest.


Vom Manuskript zum fertigen Buch

Wie es nach dem Feinschliff weitergeht, hängt davon ab, was du mit deiner Biografie vorhast.

Bei einer Privatbiografie, also einem Buch, das nicht veröffentlicht werden soll, kann hier die eigentliche Schreibarbeit enden. Ich empfehle jedoch immer ein abschließendes Korrektorat, das ich extern vergebe. Ich bin an diesem Punkt bereits zu nah am Text, um zuverlässig jeden Fehler zu sehen. Auf Wunsch übernehme ich außerdem den Buchsatz, kann ein Cover gestalten und den Druck in einer kleinen Auflage abwickeln, damit du am Ende wirklich ein Buch in den Händen hältst.

Bei einer Veröffentlichung begleite ich dich gerne durch die Zusammenarbeit mit dem Verlag und stehe bei Lektoratsrunden an deiner Seite.

Das Ziel ist immer dasselbe: Du hältst dein Buch in den Händen, bist stolz auf dein Werk und glücklich, dass du diesen Weg gegangen bist.


Bereit, deine Geschichte zu erzählen?

Dann weißt du jetzt, was dich erwartet. Und wenn du noch Fragen hast oder einfach mal spüren möchtest, ob die Chemie stimmt, meld dich gerne. Das erste Gespräch ist unverbindlich und kostenlos. Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.


 
 
 

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